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Impressum

Schwarzwald Nationalpark
Schwarzwaldhochstr. 2
77889 Seebach}
07449 - 92998 0
07449 - 92998 499
info@nlp.bwl.de

Kontakt

Ansprechpartner*in naturwissenschaftliche Forschung:

Sie interessieren sich für ein bestimmtes Forschungsprojekt und möchten gerne direkt Kontakt mit unseren Fachleuten im Nationalpark aufnehmen? Gerne können Sie unser Team per Mail kontaktieren:

Dr. Marc Förschler, Fachbereichsleiter,
Fauna und Artenschutz
Tel.: +49 7442 18018 200
marc.foerschler[at]nlp.bwl.de
Marc Förschler on ReasearchGate

Torsten Bernauer
Vegetations-Monitoring
Tel.: +49 7442 18018 230
thorsten.bernauer[at]nlp.bwl.de


Sönke Birk
, Stellvertretender Leiter,
Geodatenmanagement
Tel.: +49 7442 18018 260
soenke.birk[at]nlp.bwl.de
Sönke Birk on ReasearchGate

 

Friedrich Burghardt
Leiter Schalenwildmanagement
Tel.: + 49 162 269 41 34
friedrich.burghardt[at]nlp.bwl.de

 

Dr. Jörn Buse
Invertebraten und Biodiversität
Tel.: +49 7442 18018 230
joern.buse[at]nlp.bwl.de
Jörn Buse on ReasearchGate

 

Dr. Christoph Dreiser
Fernerkundung und Monitoring
Tel.: +49 7442 18018 261
christoph.dreiser[at]nlp.bwl.de
Christoph Dreiser on ReasearchGate

Esther del Val Alfaro
Ornithologisches Monitoring und Georeferenzierung von Altdaten
Tel.: +49 7442 18018 265
esther.delvalalfaro[at]nlp.bwl.de

Rafael Kratzer
Säugetier- und Fotofallen-Monitoring
Tel.: +49 7442 18018 270
rafael.kratzer[at]nlp.bwl.de

 

Dr. Stefanie Gärtner
Prozessschutz und Vegetationsentwicklung
Tel.: +49 7442 18018 220
stefanie.gaertner[at]nlp.bwl.de
Stefanie Gärtner on ReasearchGate

 

Flavius Popa
Mykologie und Bodenökologie
Tel.: +49 7442 18018 240
flavius.popa[at]nlp.bwl.de
Flavius Popa on ReasearchGate

 

 

Naturwissenschaftlich

Was macht der Wald, wenn er darf,
wie er will?

Eine der wichtigsten Forschungs-Aufgaben im Nationalpark ist es, genau zu beobachten, wie sich die Wälder und ihre Lebensräume verändern. Schneebruch und Stürme, trockene Perioden und Insekten tragen dazu bei, dass die ehemals bewirtschafteten Waldflächen nach und nach ihr Gesicht deutlich verändern. Die Forscher*innen sprechen hier vom sogenannten Mosaik-Zyklus. Das Mosaik unterschiedlichster Waldstrukturen - von Totholz bis zu jungen, wildwachsenden Bäumen - bildet die Lebensgrundlage für eine besonders große Vielfalt unterschiedlicher Tier-, Pilz- und Pflanzenarten.

Die Veränderungen werden dabei vom großen Ganzen bis ins kleinste Detail beobachtet. Um zu dokumentieren, wie sich die Landschaft verändert, wo der Wald dichter und wo lichter wird, lässt der Nationalpark beispielsweise regelmäßig Luftbilder machen. In Kooperation mit dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, der Forstlichen Versuchsanstalt Freiburg und der Universität Freiburg, Abteilung für Fernerkundung und Landschaftsinformationssysteme werden die Daten ausgewertet.

Die kleinen Details nehmen die Forscher*innen auf ausgesuchten Probeflächen in den Blick, manchmal auch unters Mikroskop. Sie beobachten beispielsweise, ob, wo und welche Pflanzen und Pilze sich ausbreiten, welche neu dazukommen. In der Fachsprache heißt das Vegetations-Monitoring. Zahlreiche Forschungseinrichtungen untersuchen bereits an ganz unterschiedlichen Stellen und in vielen einzelnen Projekten, wie sich der Wald im Nationalpark entwickelt.

Von den Erkenntnissen, die sie gewinnen, können Naturschutz und Forstwirtschaft auch jenseits der Nationalparkgrenzen profitieren. Und sie fließen zurück in die praktische Arbeit des Nationalparkteams - beim Artenschutz oder bei Führungen.

Raum für seltene und bedrohte Arten

Foto: Arne Kolb (Nationalpark Schwarzwald)

In den Wäldern des Nationalparks leben seltene und bedrohte Arten, die nur in einem Wald überleben können, der schon ein bisschen wilder ist und dadurch ganz unterschiedlich aussieht, mit jungen und sehr alten Bäumen, totem Holz, Baumhöhlen und großen Wurzeltellern. Auf diese gefährdeten Arten - wie zum Beispiel den seltenen Dreizehenspecht oder nachtaktive Eulen wie Raufuß- und Sperlingskauz - achtet der Nationalpark mit seinen Forschungs-Programmen ganz besonders. Auch seltene Insekten haben die Wissenschaft-Teams im Blick - sie sind häufig auch ein Zeichen dafür, dass der Wald sich schon natürlich entwickelt. In den schon jetzt relativ alten Wäldern wie am Hohen Ochsenkopf und am Wilden See werden in einem Projekt beispielsweise die Käfer erforscht, die speziell auf totem Holz wohnen. So lässt sich untersuchen, wie sich die Artenvielfalt entwickelt, wenn der Wald wilder wird. Auch seltene Pflanzenarten, insbesondere Moose und Farne, sind Teil der Forschung im Nationalpark.

Schutz für die gefährdeten Auerhühner

Foto: David Lohmüller

Das Auerhuhn hat im Nordschwarzwald einen besonders hohen kulturhistorischen Stellenwert - es findet sich beispielsweise im Wappen des Landkreises Freudenstadt wieder. Leider ist die Zahl dieser imposanten Großvögel in den letzten Jahrzehnten überall stark zurückgegangen. Im Nationalpark gibt es einen der größten Bestände des Auerhuhns im Schwarzwald. Die Forscher*innen beobachten genau, wie sich dieser weiterentwickelt, zum Beispiel ob Hennen ausreichend Küken aufziehen, damit die Auerhühner hier langfristig überleben können. Ihre Lebensräume im Nationalpark genau zu untersuchen, ist auch wichtig, um sie in einigen Bereichen schützen zu können.

Paradies für Pilze: Forschung im Bannwald Wilder See

Foto: David Lohmüller

Im ältesten Wald des Nationalparks am Wilden See ist die Natur schon seit 100 Jahren sich selbst überlassen - was dieses Gebiet für die Wissenschaft besonders interessant macht. Im Rahmen eines Kooperationsprojektes untersuchen Pilz-Expert*innen aus ganz Deutschland bereits seit einigen Jahren, welche Pilz- und Flechtenarten sich in diesem schon etwas wilderen Teil des Schwarzwalds finden lassen. Partner*innen in dem Projekt sind die Arbeitsgruppe Pilze im Naturwissenschaftlichen Verein Karlsruhe, das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe, die Universität Greifswald und das Regierungspräsidium Karlsruhe. Die gefundenen Arten werden im Pilzherbarium des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe gesammelt und für weitere Forschungsprojekte bereitgestellt. Höhepunkt der Untersuchungen war bisher die Entdeckung eines echten Urwaldpilzes, der Zitronengelben Tramete.

Weitere Infos zum Pilzprojekt

Verändert der Wald auch das Wasser? Untersuchung am Huzenbacher See

Foto: Sven Drößler/Nationalpark Schwarzwald

Eine wichtige Aufgabe des Forscher*innen-Teams im Nationalpark ist es auch, zu verfolgen, wie sich Klima und Böden verändern. Ein Projekt aus diesem Bereich gibt es am Huzenbacher See - in der Fachsprache heißt es: Hydrologisches Langzeitmonitoring. Das bedeutet, dass die Forscher*innen herausfinden möchten, wie sich das Seewasser im Laufe der Jahre verändert: Nimmt der Wasserstand zu oder ab, wird das Wasser salziger oder saurer, kühler oder wärmer? Die Messstationen, die auf alle diese Fragen Antwort geben sollen, wurden bereits 1989 durch den Limnologen H. Thies in Zusammenarbeit mit dem Limnologischen Büro Hoehn aus Freiburg eingerichtet - das derzeit die Stationen auch betreut - und 2015 vom Nationalpark erneuert. Die Auswertung aller Wasserdaten kann auch helfen herauszufinden, wie sich Veränderungen von Wald und Klima auf das Wasser auswirken und was das wiederum für Pflanzen und Pilze im Nationalpark bedeutet.

Gemeinsam mit Schafen und Rindern: Pflege der Bergheiden

Foto: Arne Kolb (Nationalpark Schwarzwald)

Im Großteil des Nationalparks soll die Natur ja langfristig ganz sich selbst überlassen sein, ohne dass der Mensch eingreift. Einige Bereiche, vor allem am Rand des Nationalparks, sind davon allerdings ausgenommen. Hierzu zählen auch die Hochweiden, die Grinden, die jahrhundertelang mit Rindern und Ziegen beweidet wurden. So hat sich hier eine offene Heidelandschaft entwickelt, an die sich wiederum bestimmte Arten, wie Alpine Gebirgsschrecke, Kreuzotter oder Wiesenpieper, angepasst haben. Würde der Mensch diese Flächen nicht weiter pflegen, ginge auch dieser besondere Lebensraum für die Tiere verloren. Der Nationalpark hat es sich deshalb zum Ziel gemacht, die Grinden entlang der Schwarzwaldhochstraße langfristig zu erhalten. Sie werden weiter mit Rindern, Ziegen und Schafen beweidet; hin und wieder müssen auch Bäume gefällt werden, damit die Heiden nicht zuwachsen. Die Entwicklung der Flächen und ihrer Lebensgemeinschaften wird von den Forscher*innen langfristig beobachtet.

Natur-
wissenschaftlich

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Sozial-
wissenschaftlich

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wissenschaftlich

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Pilotstudie zur Akzeptanz

Als der Nationalpark Schwarzwald fast ein Jahr alt war, schien für Wissenschaftler*innen ein guter Zeitpunkt für eine erste Studie zur Wahrnehmung des ...

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Neues Leben aus totem Holz

Die Totholzstrukturen der unbewirtschafteten Wälder des Nationalpark Schwarzwald sind ein Paradies für Insekten und Käfer. Allein im Bannwald Hoher Ochsenkopf konnten 2016 insgesamt 206 holzbewohnende Käferarten nachgewiesen werden.