Jahresprogramm 2016

Mit 335 neuen spannenden Veranstaltungen lockt der Nationalpark im dritten Jahr seines Bestehens in den Schwarzwald – von abenteuerlichen Wanderungen über frühe Vogelgesänge bis zu achtsamen Nachmittagsspaziergängen. Sie können sich von unseren Rangerinnen und Rangern zu unbekannten Aus- und Einblicken führen lassen, spannenden Vorträgen lauschen oder die Wildnis bei einer kulinarischen Wanderung mit allen Sinnen genießen. Auf dieser Seite können Sie sich das komplette Jahresprogramm herunterladen oder sich monatsweise über einzelne Veranstaltungen informieren:

Kalender 2016

Die gedruckten Jahresprogramme sind im Nationalparkzentrum und in Touristinformationen in der Region erhältlich. „Wir haben wieder ein unheimlich breites Programm zusammengestellt – von speziellen Führungen zu Pflanzen und Tieren über eine Eiszeitwanderung zum Huzenbacher See bis zu Angeboten für Kinder und barrierefreien Veranstaltungen im Tonbachtal. Da ist für jeden etwas dabei“, sagt Charly Ebel, Leiter der Fachbereichs Besucherinformation. Wer möchte, kann mit den Vögeln aufstehen (und beim anschließenden Frühstück auf der Darmstädter Hütte entscheiden, wer am schönsten gesungen hat) oder mit den Sternen ins Bett gehen, zum Beispiel bei einem zweitägigen Wildnisabenteuer für die ganze Familie.

Waldbaden und Achtsamkeitsnachmittage

Für alle, die sich nach einer körperlich anstrengenden Wanderung nach seelischem Ausgleich sehnen, dürften die Angebote im Bereich „Gesundheit und Erholung“ interessant sein, der auch aufgrund der starken Nachfrage in diesem Jahr noch weiter ausgebaut wurde. Vom Waldbaden bis zu Achtsamkeitsnachmittagen reicht die Palette, die ganz besondere neue Einsichten in Natur und die eigene Wahrnehmung verspricht. Wie beliebt der noch junge Nationalpark bereits als Ausflugsziel ist, zeigt auch die Gesamtstatistik des vergangenen Jahres. „Zu den 329 Veranstaltungen aus dem Jahresprogramm 2015 gab es noch 853 gebuchte Führungen – damit kommen wir auf fast 400 Veranstaltungen mehr als noch im Jahr zuvor“, berichtet Charly Ebel. Rund 25 000 Gäste nahmen an den Veranstaltungen teil, davon mehr als 7000 Kinder. Im Nationalparkzentrum am Ruhestein schauten mehr als 24 000 Besucherinnen und Besucher vorbei – zum Beispiel, um die Dauerausstellung oder eine der Kabinettsausstellungen zu besuchen.

Neue Reihe: Forschung im Fokus

Die Entwicklung passt zu den Ergebnissen der Pilotstudie Akzeptanz Mitte vergangenen Jahres: Rund 60 Prozent der Bürgerinnen und Bürger im Land planten demnach einen Besuch im Nationalpark. „In diesem Jahr werden wir daran anknüpfen und weiter erforschen, wie sich die Akzeptanz entwickelt“, verrät Britta Böhr, Leiterin des Fachbereichs Nationalparkplanung, regionale Entwicklung und Tourismus. Neben den großen Themen des Nationalparkplans wie Verkehrs-, Tourismus- und Wegekonzept, dürfen die Bürgerinnen und Bürger sich auch auf spannende Einblicke in dieses und andere Forschungsprojekte freuen. „Wir starten mit diesem Jahresprogramm eine ganz neue Reihe: Forschung im Fokus. Sechs Mal im Jahr werden wir dort ganz aktuelle Projekte aus dem Bereich der sozialwissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Forschung vorstellen“, sagt Britta Böhr.

Ein Thema der Naturwissenschaftler steht bereits fest: „Wir werden zeigen, wie wir im Nationalpark ein umfassendes Biodiversitäts-Monitoring aufbauen, mit dem wir die Vegetation, die Waldstruktur und die Fauna langfristig beobachten können“, erklärt Marc Förschler, Leiter der Abteilung Ökologisches Monitoring, Forschung und Artenschutz. Auch das Klima hat sein Team genau im Fokus. „Derzeit bauen wir ein komplexes Messnetz aus 16 einzelnen Wetterstationen auf, mit denen wir die Entwicklung des Klimas im Nordschwarzwald genau überwachen und erforschen können“, berichtet Förschler. Ein weiteres wichtiges Projekt in diesem Jahr wird auch die Fortsetzung des Grindenbandes im Nationalpark sein – im vergangenen Herbst war bereits damit begonnen worden, den wertvollen Lebensraum dieser besonderen Hochweiden behutsam zu erweitern.

Erste Rangerstation eröffnet im Tonbachtal

Auch Charly Ebel hat mit seinem Team neben Ausstellungen, Wildnisbildung und Führungen noch viele weitere Themen auf dem Jahresplan. Zum Beispiel die erste Rangerstation, die in diesem Jahr im Tonbachtal entstehen soll. „Wir planen eine Blockhütte im Bereich der früheren Löchlehütte, die den Gästen als Anlaufstelle für alle Fragen dienen soll. Hier lässt sich auch gut erleben, wie sich die Kernzonen des Nationalparks entwickeln, wie das Tal ab hier deutlich wilder wird“, sagt Charly Ebel. Sobald der Schnee geschmolzen ist, sollen die Bauarbeiten beginnen. Parallel zur Rangerstation wird auch das Rotwildgehege im Tonbachtal modernisiert. „Es entsteht eine neue Gehegehütte, der Zaun wird stellenweise verlegt – das Gehege wird so für die Gäste und natürlich für die Tiere deutlich attraktiver“, verrät Ebel. Bereits jetzt im Bau ist die Plattform für den neuen Adlerhorst, der in diesem Jahr in der Nähe des alten Standorts errichtet werden soll. „Die Zimmerei hat bereits mit ersten Arbeiten in der Halle begonnen – im Frühjahr kann der Bau dann draußen fortgesetzt werden“, sagt Ebel. „Gründe für Ausflüge in den Nationalpark gibt es also wieder jede Menge.“