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Impressum

Schwarzwald Nationalpark
Schwarzwaldhochstr. 2
77889 Seebach}
07449 - 92998 0
07449 - 92998 499
info@nlp.bwl.de

Kontakt

Ansprechpartner*in "Sozialwissenschaftliche Forschung":

Sie haben Fragen zu einem konkreten Forschungsbereich? Gerne können Sie unsere zuständigen Mitarbeiter*innen per Mail direkt kontaktieren:

Dr. Kerstin Ensinger, Fachbereichsleiterin,
Forschung zu Erholung und Gesundheit
Tel.: +49 7442 18018 320
kerstin.ensinger[at]nlp.bwl.de


Dr. Kerstin Botsch
Soziokulturelles Monitoring, Forschung zu Partizipation und Akzeptanz
Tel.: +49 7442 18018 340
kerstin.botsch[at]nlp.bwl.de


Dr. Susanne Berzborn
Forschung zu Partizipation und Akzeptanz, Erholung und Gesundheit
Tel.: +49 7442 18018 341
susanne.berzborn[at]nlp.bwl.de

 

Dr. Lea Schulte-Droesch
Forschung zu Erholung und Gesundheit
Tel.: +49 7442 18018 323
lea.schulte-droesch[at]nlp.bwl.de

Dr. Dominik Rüede:
Regionale Entwicklung, Besuchermonitoring und sozioökonomisches Monitoring
Tel.: +49 7442 18018 350
dominik.rueede[at]nlp.bwl.de


Dr. Britta Böhr (derzeit in Elternzeit), Fachbereichsleiterin,
Nationalparkplan
Tel.: +49 7442 18018 300
britta.boehr[at]nlp.bwl.de

Sozialwissenschaftlich

Wie NATUR wirkt: DIE WAHRNEHMUNG DER nATUR DURCH DEN MENSCHEN

Bitte stellen Sie sich, bevor Sie gleich weiterlesen, kurz Ihren idealen Wald vor und halten Sie dieses Bild gedanklich fest: Wie sieht es dort aus? Welche Farben, Formen und Gerüche sind dort vorhanden und wie fühlen Sie sich dort?

Menschen haben nicht nur ganz unterschiedliche Vorstellungen von Wald, auch ihre Bedürfnisse und Erwartungen an die Natur im Allgemeinen und an den Nationalpark im Speziellen sind ganz verschieden. Das hängt von verschiedenen Bedingungen ab: Denn ob Sie beispielsweise in einer Großstadt in einem Büro arbeiten oder im ländlichen Raum zu Hause sind, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Einfluss auf Ihre Einstellung zur Natur. Entsprechend hat ein Mensch aus der Großstadt oft auch andere Erwartungen an den Nationalpark, als jemand, der ständig von Natur umgeben ist.

Die Sozialwissenschaftler*innen hier im Nationalpark untersuchen folgende Aspekte der Natur-Mensch-Beziehung:

  • die Wirkung von Natur und des Nationalparks auf die Menschen, ihre Gesundheit und ihr Verhalten (siehe: Naturerleben, Wildnis, Erholung und Gesundheit)
  • historische, kulturelle und soziale Prozesse und ihre Auswirkungen auf die Wahrnehmung von und Meinung über Natur und den Nationalpark im Zeitverlauf (siehe: Soziokulturelles Monitoring, Akzeptanz)
  • im Rahmen des Besuchermonitorings: wie sich die Besucher*innen im Nationalpark bewegen, warum sie kommen und mit welchen Eindrücken sie wieder gehen
  • ökonomische Effekte des Nationalparks in der Region (siehe: sozioökonomisches Monitoring)
  • Evaluation und Begleitung von Partizipationsprozessen im Nationalpark 

Da der Nationalpark ein landschaftliches Element inmitten einer sich stark verändernden und komplexen Umwelt ist, beschäftigen wir uns sowohl mit lokalen und regionalen als auch mit globalen Fragestellungen. Denn zum Beispiel zeigen sich Wahrnehmungen von Natur durch den Menschen lokal, sind aber in einen globalen Kontext eingebettet.

Naturerleben, Wildnis, Gesundheit und Erholung

Auf Wanderung
Foto: qu-int.gmbh

Wissenschaftliche Studien zeigen ganz klar: Natur und Bewegung beeinflussen die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen positiv. Der Forschungsbereich beschäftigt sich mit den Wirkungen von Natur und dem Nationalpark auf den Menschen. Wichtige Fragestellungen sind dabei mögliche Formen der Gesundheitsförderung (z.B. Stressprävention), die Möglichkeiten landschaftsbezogener Erholung, das Erleben von Natur sowie die Wahrnehmung von Landschaftsveränderungen.

In unserem Jahresprogramm finden Sie zahlreiche Veranstaltungen zum Thema "Gesundheit".

Soziokulturelles Monitoring

Befragung im Nationalpark Schwarzwald

Wir wissen heute, dass die Sicht auf die Natur durch den Menschen geprägt ist und von historischen, kulturellen Gegebenheiten abhängt. Auch die Bedeutung darüber, was Natur, Wildnis oder Landschaft tatsächlich ist, kann sich im Laufe der Zeit verändern: Der Gedanke, bestimmte Gebiete und damit Tiere und Pflanzen zu schützen, ist aus menschheitsgeschichtlicher Perspektive ein neuer Gedanke, der erst um die Zeit von Alexander von Humboldt entstanden ist. Vor 1800 hatte Naturschutz gesellschaftlich keine Bedeutung. Heute ist dagegen Umwelt- und Naturschutz fest im Denken und Handeln unserer Gesellschaft verankert.

Die Begriffe Wildnis und Natur haben mit dem Verhältnis des Menschen zur Natur und zur Wildnis zu tun. Wichtiges Ziel dieser Forschung ist die Erkenntnis darüber, was verschiedene gesellschaftliche Gruppen mit der Natur, Wildnis oder dem Nationalpark verbinden. Und woraus sich die Vorstellungen dazu speisen und wie sie sich im Zeitverlauf verändern. Die Vertiefung und das Verständnis über diesen Zusammenhang stehen in diesem Forschungsbereich im Vordergrund.

Diese komplexen Fragestellungen nehmen wir durch drei unterschiedliche Bausteine des Soziokulturellen Monitorings in den Blick. Ein fester Bestandteil des soziokulturellen Monitorings ist mit der repräsentativen Bevölkerungsbefragung zu verschiedenen Themen die quantitative Sozialforschung. Sie überprüft angenommene Zusammenhänge, z.B. zwischen Naturbewusstsein und Alter. Ein zweiter Baustein des soziokulturellen Monitorings besteht in der qualitativen und explorativen Sozialforschung, die insbesondere erhobene Gesprächsdaten mittels rekonstruktiver Verfahren interpretiert. Hier ist der Fokus – im Vergleich zur quantitativen Forschung – auf dem Verstehen von subjektiven Perspektiven. Ein dritter Baustein des soziokulturellen Monitorings besteht in der Analyse von Diskursen und Dispositiven, die Einfluss auf die subjektive Wahrnehmung und auch gesellschaftlichen Strukturen haben.

Die Wahrnehmung und Bewertung des Nationalparks (Akzeptanz)

Rasten in der Natur
Foto: qu-int.gmbh

Die Sozialwissenschaftliche Forschung beschäftigt sich auch damit, wie es um die Akzeptanz des Parks bei angrenzenden Gemeinden im Vergleich zum ganzen Land steht. Eine erste repräsentative Pilotstudie zur Akzeptanz mit 1500 Telefoninterviews wurde Ende 2014, ein knappes Jahr nach der Gründung des Nationalpark Schwarzwald, durchgeführt und vom Freiburger Forschungsinstitut für angewandte Sozialwissenschaft (FIFAS) ausgewertet. Bei der Studie standen insbesondere von gesellschaftlichen Gruppen adressierte Bedürfnisse und Überzeugungen dem Nationalpark gegenüber im Fokus. Aber auch die Frage danach, ob sich an der Wahrnehmung des Nationalparks seit seiner Gründung etwas verändert hat. Mehr zur Pilotstudie aus dem Jahr 2014 erfahren Sie hier.

Zur Vertiefung der Erkenntnisse, die wir aus der Studie mit Pilotcharakter aus dem Jahre 2014 gewonnen haben, wurde im Jahr 2016 eine weitere repräsentative Befragung durchgeführt, die sich mit der Wahrnehmung und Bewertung von Natur und dem Nationalpark beschäftigt. 2.087 repräsentativ ausgewählte Personen aus Baden-Württemberg wurden zu ähnlichen Themen wie 2014 befragt. Die Ergebnisse dieser Studie (auch Panelstudie genannt) werden an dieser Stelle zugänglich gemacht werden, sobald sie vorliegen.

Evaluation und Begleitung von Partizipationsprozessen im Nationalpark

Bürgerworkshop in Bad Peterstal-Griesbach
Foto: Susanne Berzborn (Nationalpark Schwarzwald)

Die Nationalparkverwaltung hat sich zum Ziel gesetzt, die breite Öffentlichkeit aktiv in die Planungen einzubinden, wie der Nationalpark gestaltet wird. Mit Beteiligung ist gemeint, dass sich die Bürger*innen in Entscheidungsprozesse wirklich einbringen können und nicht nur informiert werden. Die Entscheidungen selbst werden allerdings vom Nationalparkrat gefällt, in dem die Region vertreten ist. Um Beteiligungsprozesse verbessern zu könnne, findet eine kontinuierliche wissenschaftliche Begleitung und Evaluation statt. So können Vor- und Nachteile von verschiedenen Beteiligungsformaten untersucht werden. Diese Ergebnisse fließen in die Entwicklung von weiteren Beteiligungsangeboten im Nationalpark ein.

Besuchermonitoring und sozioökonomisches Monitoring

Zählstationen für die Besucherzählung im Nationalpark Schwarzwald
Foto: Dominik Rüede (Nationalpark Schwarzwald)

Im Rahmen des Besuchermonitorings geht die Nationalparkverwaltung der Frage nach, wie viele Besucher*innen warum und wie den Nationalpark besuchen und mit welchen Eindrücken sie den Park wieder verlassen. Die Erkenntnisse dieser Erhebungen fließen dann in die konkreten Planungen und Besucherlenkungsmaßnahmen ein. Die hierzu benötigten Daten werden meist durch Befragungen oder Zählungen erhoben. Eine wichtige Rolle spielen dabei Zählschranken, die im Gelände angebracht sind. Die Ergebnisse des Besuchermonitorings bilden auch die Grundlage des sozioökonomischen Monitorings in dem dargestellt wird, welche ökonomischen Effekte des Nationalparks in die Region ausstrahlen.

Natur-
wissenschaftlich

Natur-
wissenschaftlich

Eine der wichtigsten Forschungs-Aufgaben im Nationalpark ist es, genau zu beobachten, wie sich die Wälder und ihre Lebensräume verändern. Schneebruch und Stürme, trockene Perioden ...

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Forschen

Forschen

Im Nationalpark Schwarzwald wird geforscht - wobei nicht nur die Natur, sondern auch der Mensch im Fokus steht. Natürlich ist der Prozessschutz das oberste Ziel des Nationalparks ...

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Beteiligung

Beteiligung ist dem Nationalpark ein zentrales Anliegen. Sie ist sogar im Nationalpark-Gesetz (§6 NLPG) vorgeschrieben. Uns ist es dabei wichtig, über die Entwicklungen ...

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