Geschichte

Bannwald Hoher Ochsenkopf. Foto: Arne Kolb/Nationalpark

Seit dem 1. Januar 2014 besteht der Nationalpark Schwarzwald - als erster und bisher einziger Nationalpark Baden-Württembergs. Mit einem großen Eröffnungsfest mit 10 000 Gästen im Mai 2014 wurde das entsprechend gefeiert. Vorausgegangen war ein rund zweijähriger Diskussionsprozess, in dem auch die Region umfassend beteiligt wurde. Die Beraterfirma PricewaterhouseCoopers (PWC) untersuchte die Potenziale und Auswirkungen eines Nationalparks im Nordschwarzwald. Eine Kurzfassung des Gutachtens können Sie hier herunterladen (wenn Sie an der Langfassung interessiert sind, melden Sie sich bitte im Nationalparkzentrum am Ruhestein).

Am 28. November 2013 beschloss die Regierung aus Grünen und SPD dann das Nationalparkgesetz, das Sie ebenfalls hier herunterladen können, im Landtag. Darin ist auch die weitere Beteiligung der Region am neuen Nationalpark festgeschrieben - über den Nationalparkrat, der alle wichtigen Belange entscheidet, und den Nationalparkbeirat, der fachlich unterstützen kann.

Ein Nationalpark ist natürlich ein langfristiges Projekt - die Natur kennt keine Eile. Bis sie zu ihrem ursprünglichen Rhythmus zurückfindet und der Wald sich spürbar verändert, können Jahrzehnte oder Jahrhunderte vergehen. Aber schon jetzt gibt es viel zu entdecken. Ereignisse wie Schneebruch, Tierfraß oder Stürme hinterlassen Spuren. Und wenn der Mensch nicht mehr eingreift, wird die Veränderung mehr und mehr sichtbar. In den ehemaligen Bannwäldern, zum Beispiel dem am Wilden See, wo sich die Natur schon seit 100 Jahren frei entwickelt, lässt sich bereits heute gut erleben, wie es aussehen kann, wenn der Wald wieder wilder wird.