Naturraum

Die Natur- und Kulturlandschaft im Schwarzwald ist einzigartig. Seit Generationen wird hier Forstwirtschaft und Beweidung betrieben, was die Region bis heute prägt. Im Nationalpark Schwarzwald mit seinen Wäldern, Mooren, Grinden und Seen lassen sich anziehende Gegensätze erleben: mal zeigt sich die Natur sanft und lieblich, mal wild und ungezähmt. Die Vielfalt der Landschaft spiegelt sich in der Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt. Ein Großteil der Fläche des Nationalparks ist NATURA-2000.Schutzgebiet.

Heute dominieren Fichten-Tannen-Buchenwälder die Kulisse, wobei die Fichte durch massive Aufforstungen in der Geschichte die häufigste Baumart ist. Zahlreiche Stürme, unter ihnen die Orkane Wiebke und Vivian (1990) und Lothar (1999) haben den Weg zu einer strukturreicheren Waldentwicklung für die Zukunft geebnet.

Eine Besonderheit des Nationalparks sind die Weideflächen - Grinden genannt - in den Hochlagen. Hier gibt es auch einige Moorflächen, die größte liegt am Hornisgrinde-Gipfel (außerhalb des Nationalparks). Zusammen umfassen Grinden und Moore etwa drei Prozent der Nationalpark-Fläche.

Geologie

Aus geologischer Sicht zählt der Schwarzwald zu den interessantesten und ältesten Mittelgebirgsformationen Europas. Das sogenannte Grundgebirge aus Graniten und Gneisen bildet die Basis des Grindenschwarzwalds. Es entstand bereits im Erdaltertum vor mehr als 300 Millionen Jahren. Im Gebiet des Nationalparks Schwarzwald tritt das Grundgebirge allerdings nur in wenigen Bereichen direkt an die Oberfläche, der überwiegende Teil bwegt sich im Bereich des Deckgebirges auf über 800 Metern Höhe, im sogenannten Buntsandstein.

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Klima

Mit jährlichen Niederschlagsmengen bis zu 2700 mm (im Mittel 2200 mm) liegt der Nationalpark Schwarzwald in einer der niederschlagsreichsten Regionen Deutschlands außerhalb der Alpen. Die Niederschläge übersteigen sogar die des wesentlich höheren Südschwarzwalds. Sie sind relativ gleichmäßig über das Jahr hinweg verteilt, wobei das Maximum im Juli erreicht wird. Das Jahresmittel der Lufttemperaturen liegt in den Hochlagen bei etwa 5 Grad Celsius, wobei im Januar der Durchschnitt bei -3 und im Juli bei knapp 13 Grad Celsius liegt.

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Waldgeschichte

Schon die nacheiszeitlichen Jäger und Sammler haben die großflächigen Wälder des Nordschwarzwalds genutzt. Vor 1000 Jahren war das gesamte Nationalparkgebiet dann mit strukturreichen Urwäldern bedeckt. Die ersten Dauersiedlungen entstanden ebenfalls um diese Zeit. Durch die immer intensivere Holznutzung für die Flößerei wurden die weiten Urwälder schließlich fast vollständig zerstört. Die seit rund 250 Jahren wieder aufgeforsteten Wälder sind in ihrer Struktur mit den ursprünglichen nicht vergleichbar.

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Flora und Fauna

Im Nationalpark finden sich unterschiedlichste Lebensräume, an die sich jeweils viele Arten angepasst haben: von dichten Bergmischwäldern, bis zu Grinden und Mooren. Die eiszeitlichen Kare mit ihren steilen Abfällen bieten zum Teil hochspezialisierten Arten wertvollen Lebensraum.

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