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200 Arten entdeckt: Erste Pilzschule im Nationalpark

Erstmals im Nationalpark Schwarzwald nachgewiesen: Sternsporiger Laubtrüffel
07.09.2017

Der Nationalpark Schwarzwald hat mit Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, der Universitäten Marburg und Kassel, der Pilzlehrschau Hornberg, sowie dem Naturkundemuseum Karlsruhe die erste Pilz-Herbstschule für Doktoranden aus ganz Deutschland veranstaltet. Schwerpunkte dieser Fortbildung waren die Artenvielfalt sowie die Bestimmung und Kultivierung von Pilzen.

Vom 2. bis zum 5. September waren die Promovierenden auf Tagesexkursionen im Nationalpark unterwegs - anschließend konnten sie die Pilzfunde gemeinsam mikroskopisch bestimmen und besprechen. In kurzen Abendvorlesungen gab Dr. Karl-Heinz Rexer von der Universität Marburg einen Einblick in die aktuelle Systematik der Pilze. Der Leiter der Hornberger Pilzlehrschau, Björn Wergen, und weitere Pilz-Experten hielten vertiefende Vorträge.

Die Veranstaltung sollte neben der Weiterbildung auch eine fachübergreifende Vernetzung der Doktoranden, die mit Pilzen arbeiten, ermöglichen.  „Wir haben uns sehr über die zahlreichen  Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den genetischen und biochemischen Fachgebieten gefreut“, sagt Flavius Popa, Leiter des Sachbereichs Mykologie und Bodenökologie im Nationalpark Schwarzwald. „Dieser Austausch zwischen den Fachgebieten ist deshalb so wichtig, da von derzeit 100.000 bekannten Pilzarten nur ein Bruchteil biochemisch untersucht ist. Pilze enthalten viele sekundäre Inhaltsstoffe wie Antibiotika, Fungizide oder Farbstoffe, die aktuell und auch in der Zukunft nicht nur in der Medizin eine wichtige Rolle spielen und noch spielen werden“, erklärt der Pilzexperte.

Schutzgebiete wie der Nationalpark bewahren damit nicht nur Arten, sondern können auch als Schatzkiste zum Beispiel für Antibiotika und andere essentielle Inhaltsstoffe dienen.  Insgesamt haben die 20 Teilnehmer, darunter auch internationale Gäste aus den Niederlanden, Kolumbien, Japan und China, rund 200 Arten gefunden. "Viele dieser Arten wurden bisher im Nationalpark noch nicht nachgewiesen, so zum Beispiel der Sternsporige Laubtrüffel", sagt Flavius Popa. 

Aufgrund der positiven Resonanz soll  die Pilz-Herbstschule künftig in einem Turnus von zwei Jahren angeboten werden.








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