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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Gast im Nationalpark Schwarzwald

Frank-Walter Steinmeier zu Besuch im Nationalpark Schwarzwald
04.07.2017

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier machte sich am 4. Juli nicht nur ein Bild von der beeindruckenden Natur im Nationalpark Schwarzwald, sondern auch von der hier umgesetzten Bürgerbeteiligung. Bei einer Wanderung mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann ließ er sich von Juniorranger*innen über die Besonderheiten des Nordschwarzwaldes informieren.

Im Rahmen seiner Deutschlandreise kam Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für zwei Tage nach Baden-Württemberg. Am 4. Juli hatte Ministerpräsident Winfried Kretschmann ihn in den ersten und bislang einzigen Nationalpark des Landes eingeladen. Bei schönstem Wetter wanderten die beiden gemeinsamen mit ihren Ehefrauen, den Nationalparkleitern Wolfgang Schlund und Thomas Waldenspuhl sowie acht Juniorranger*innen zum Wilden Seen.

Zunächst ging es auf die Grinden des Seekopfs. Dabei erläuterten die beiden Leiter des Nationalparks dem Bundespräsidenten die Entstehungsgeschichte des Parks. „Seit dem 1. Januar 2014 kann die Natur hier nun auf 10.000 Hektar eine Spur wilder werden. Und in den Kernzonen ist das Leitmotiv der Prozessschutz: Hier darf die Natur einfach Natur sein“, so Thomas Waldenspuhl.

Mit dem Projekt eines Nationalparks im Nordschwarzwald ging die Landesregierung auch beim Thema Bürgerbeteiligung ganz neue Wege. So zeichnete sich der Entstehungsprozess durch eine intensive Beteiligung von Bürger*innen und Region aus. „Mit der Gründung ist die Ausgestaltung des Nationalparks aber noch längst nicht abgeschlossen. Viele Entscheidungen sind noch zu treffen. Und bei allen Schritten ist die weitere Beteiligung der Bevölkerung und der Region gesetzlich vorgeschrieben. Die Nationalparkverwaltung nimmt diesen Auftrag sehr ernst“, betonte Wolfgang Schlund. Die Region ist eingebunden durch den Nationalparkrat, der alle wichtigen Beschlüsse trifft. Die Bürger*innen werden über Workshops, Führungen und Online-Beteiligungen in die Entscheidungsprozesse einbezogen.  Der Bundespräsident zeigte sich vom Umfang der Beteiligung sehr beindruckt und freute sich, „dass der Nationalpark nach den anfänglichen Differenzen so gut von der Bevölkerung angenommen wird.“

Auch die Bildungsarbeit nimmt im Nationalpark einen hohen Stellenwert ein. So bringt zum Beispiel das Juniorranger-Programm Kindern einen achtsamen und respektvollen Umgang mit der Natur näher. Bundespräsident Steinmeier ließ sich auf der Wanderung persönlich von den umfangreichen Fachkenntnissen der Juniorranger*innen überzeugen. „Es war der ausdrückliche Wunsch des Bundespräsidenten, von unseren Juniorrangern geführt zu werden“, so Wolfgang Schlund, „das macht nicht nur unsere kleinen Ranger stolz!“

Nach dem Kennenlernen am Euting-Grab mit seinem traumhaften Blick über den ehemaligen Bannwald führten die acht Juniorranger*innen im Alter von 5 bis 14 Jahren den Bundespräsidenten und seine Begleitung über Stock und Stein hinab zum Wilden See. Auf dem ersten Teil des Weges erläuterten sie den Erwachsenen auf ihre eigene kindliche, aber bestens informierte Weise den Sinn und Zweck des Nationalparks. Die Nachwuchsranger*innen glänzten mit beachtlichem Wissen zur Nationalparkkulisse, zum Auerhuhn, zu den allgegenwärtigen Pilzen und zur spektakulären, uralten Großvatertanne am Wegesrand. Eine besonders wichtige Lektion haben die Kleinen auch schon gelernt: Die Schönheit der Natur wirkt am Besten in der Stille. Schon ein kurzer Hinweis von ihnen genügte und die Wandergruppe ging den Rest des Weges die Ruhe genießend hinunter zum Wilden See – ein kleiner Moment der Entspannung im sonst so arbeitsreichen Politikeralltag.

Auch Ministerpräsident Kretschmann war sichtlich von der Führung angetan: „Ich bin sehr stolz auf die Juniorranger. Sie haben dem Bundespräsidenten einen spannenden und informativen Einblick in die Natur des Nationalpark Schwarzwald gegeben.“

Am Wilden See angekommen klärten die Juniorranger*innen den Bundespräsidenten noch über die Besonderheiten dieses faszinierenden Karsees auf. Nach einer kurzen Pause ging es für die Politiker auf den Rückweg zum Ruhestein – und bereichert um ein kurzes, aber intensives Naturerlebnis zurück in den politischen Alltag.








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