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Pilz des Monats März: Der Pillenwerfer

Der Pillenwerfer (Pilobolus crystallinus (F.H. Wigg.) Tode)

Foto: Flavius Popa (Nationalpark Schwarzwald)

01.03.2017

In unserer Kategorie "Der Pilz des Monats" stellt Ihnen Mykologe Flavius Popa jeden Monat einen interessanten Pilz vor, dessen Lebensraum der Nationalpark Schwarzwald darstellt.

Die Arten der Gattung Pilobolus, auf Deutsch Pillenwerfer, sind kleine unscheinbare Pilze, die sich auf die Zersetzung von Dung (Kot von Pflanzenfressern) spezialisiert haben. Sie sind in der Lage, schnell verfügbare Nährstoffe, wie z. B. Zucker, abzubauen, und sind somit eine der ersten Pilze, die man auf Dung finden kann.

Spannend ist die Verbreitung der Sporen. Alle Pilzarten die auf Dung angewiesen sind, haben das Problem, dass sie ihre Sporen möglichst weit weg vom Dung, hin zu einer guten Weidestelle bekommen müssen. Denn sie sind darauf angewiesen, dass ihre Sporen gefressen werden. Und bekanntermaßen isst man ja nicht dort, wo man auf die Toilette geht.

Die Pilobolus Arten haben dazu einen Schleudermechanismus entwickelt: Die Sporen werden zusammengefasst und in eine klebrige Hülle verpackt. Diese Sporenkugel sitzt auf einer zytoplasmareichen „Blase“, in der ein hoher Druck aufgebaut werden kann. Zusätzlich sind die Arten in der Lage Sonnenlicht zu bündeln und damit die Richtung der Einstrahlung zu erkennen (phototrop).

Dies ist besonders wichtig, damit die Sporenkugel nicht gleich gegen das nächste Grasblatt geschossen wird, sondern eine möglichst freie Flugbahn hat. Wenn die Flugrichtung bestimmt wurde, wird die Sporenkugel mit hohem Druck bis zu 1 m weit geschleudert. Diese spezielle Gruppe von Pilzen, wird als koprophile Pilze bezeichnet. Die Pillenwerfer gehören zu den Jochpilzen (Zygomycota), die man vor allem als schimmelartige Überzüge auf Lebensmitteln kennt. Nachweise von Pillenwerfern im Nationalpark, gibt es auf Rotwild- und Hasendung.








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